Science Fiction oder Fantasy

Das Genre Fantasy definiert sich hauptsächlich dadurch, dass es seine Welten in Mythen und Sagen wurzeln. Hört man den Begriff, denkt man an Riesen, Zwerge, Oarks und Trolle. Der mit Abstand bekannteste Roman dieses Genres ist Tolkiens Der Herr der Ringe, der ebenfalls sehr erfolgreich verfilmt wurde. Aber gibt es noch „andere Fantasygenres“ als das, dem wir Der Herr der Ringe zuordnen? Ja, es gibt eines, das durch eine andere Filmreihe bekannt ist, aber meistens fälschlicher Weise als Science Fiction angesehen wird.

Möge die Macht mit dir sein!

Science Fantasy heißt das Genre, das als Begriff zwar nicht so bekannt, aber doch äußerst beliebt es. Die Filmreihe Star Wars und das gesamte Franchise, das unter dem Namen vermarktet wird, ist das erfolgreichste aller Zeiten. Die Star Wars Abenteuer sind nicht, wie man allgemein glaubt, dem Science Fiction, sondern dem Mischgenre des Sciene Fantasy Genre zuzuordnen. Da sich Science Fiction unter anderem dadurch definiert, dass es zeitlich oder räumlich entfernte Konstellation von spekulativen Möglichkeiten entwirft, die wissenschaftlich oder technisch möglich wären. So war die Technik in den Geschichten der Serie Star Trek immer eine glaubhafte Zukunftsversionen der heutigen Technik. In Star Wars hingegen gibt es keinen solchen Bezug zu unserer Realität.

Die Geschichte der Science Fiction

Science Fiction-Bücher, -Filme, -Fernsehserien und -Hörspiele sind aus unserer heutigen Medienlandschaft nicht mehr wegzudenken. Serien wie Star Wars, Star Trek oder Perry Rhodan gehören zu den größten kommerziellen Erfolgen der Unterhaltungsindustrie.

Die Ursprünge der Science Fiction

Die Science-Fiction, wie man sie heute versteht, entstand erst mit der aufkommenden Entwicklung von Wissenschaft und Technik. Als man das Fernrohr entwickelt hatte und damit den Mond beobachtete, kam zum Beispiel die Idee der Mondreise auf. Johannes Kepler und Cyrano de Bergerac schrieben im 17. Jahrhundert die ersten Geschichten zu diesem Thema. Im nächsten Jahrhundert folgte ihnen unter anderem Voltaire mit einem Roman über eine Weltraumreise. Im 19. Jahrhundert schrieb Julius von Voß einen Roman, der im 21. Jahrhundert spielte und in dem es unter anderem um kulturelle wie auch militärische Entwicklungen ging, wie zum Beispiel die allgemeine Sozialversicherung oder Massenvernichtungswaffen. Im Jahre 1877 veröffentlichte der Italiener Schiaparelli, dass er die sogenannten Marskanäle entdeckt habe. Ab sofort wurde die Hypothese diskutiert, ob der Mars bewohnt sei. Lange Zeit wurde daraufhin der Begriff Marsmensch oft als Synonym für Außerirdischer benutzt. Autoren wie Nathaniel Hawthorne, Edgar Allan Poe, Nathaniel Hawthorne oder E.T.A. Hoffmann bedienten sich der neuen Themen und schufen die Vorreiter der heutigen Science Fiction-Bücher.

Science Fiction

Science-Fiction ist ein Genre, das Menschen schon seit langer Zeit fasziniert. Es befasst sich in den Bereichen bildender Kunst, aber vor allem auch in der Literatur und den Medien mit Themen, die in ihrer Anlage in deutlich räumlich und zeitlich versetzten Gegebenheiten spielen. Die Zukunft, mit ihren angenommenen Möglichkeiten, Erfindungen und Entwicklungen sind dabei immer Kernbestandteil der Geschichten.

Die Lust an der Utopie

Die Begeisterung an der Raumfahrt und die Lust, utopische Welten zu erschaffen, phantastische Wesen zu kreieren und eine Zukunft zu erträumen, die fernab gegenwärtiger Realitäten ist, haben im Bereich Science-Fiction gerade in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts für einen wahren Boom dieses Genres gesorgt. Nicht zuletzt durch Serien und Filme wie Raumschiff Enterprise, Star Wars, Kampfstern Galaktika und Raumschiff Orion ist die Begeisterung für Science-Fiction immens. Die Lust, Welten zu erdenken, die so utopisch sind, wie man sie sich nur in den kühnsten Träumen vorstellen kann, hat dieses Genre so populär und einzigartig gemacht.